Heute bekommst du von mir den ultimative Haarstyling Routine mit einer Schritt-für-Schritt-Erklärung vom Pre-Styler bis zum perfekten Finish mit Tipps und Tricks und Hinweisen zu meinen Lieblingsprodukten.

Doch Vorsicht…

Du kannst es kaum erwarten? Ich auch nicht. Doch bevor du loslegst, solltest du wissen, was für einen Haartyp du hast. Dichtes und dickes Haar braucht zum Beispiel andere Pflege und Produkte als dünnes und lichtes. Ist das geklärt, kannst du dir überlegen, was deine Frisur haben soll: Volumen, Halt, Textur oder alles davon? Sollen deine Haare glänzen oder matt aussehen? Je nachdem, welche Effekte du erzielen willst, musst du bei den unterschiedlichen Schritten einige Kleinigkeiten beachten, um das von dir gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Im Prinzip funktioniert aber jedes Styling mit den drei gleichen Schritten:

  1. Der Pre-Styler
  2. Das Föhnen
  3. Der Post-Styler
Prestyler in der Anwendung

Auch wenn es witzig aussieht: ein Pre-Styler hilft deiner Frisur über ihre Schwächen hinweg.

Haarstyling Routine Schritt 1: der Pre-Styler

Am besten lässt sich dein Haarstyling mit handtuchtrockenen Haaren beginnen. Nachdem du deine Haare mit einem Handtuch trocken gerubbelt hast, verwendest du am besten einem Pre-Styler. Das kann entweder Volumenschaum, Salzwasserspray oder ein Haarwachs sein, du kannst aber auch gleich mit Schritt 2 weiter machen.

Ich brauche unbedingt einen Pre-Styler, weil meine Haare zwar dick sind und schon von sich aus voluminös sind, aber ohne Styling gern in alle Richtungen abstehen, nur nicht dahin, wo ich sie hinhaben will. Ziel des Pre-Stylers ist es also, dem Haar schon mal ein bisschen Volumen, Textur und Halt zu verleihen, bevor man dann all-out geht. Ein weiterer Vorteil ist, dass viele Pre-Styler den Haaren einen Hitzeschutz mitgeben, was dann in Schritt 2 wichtig wird. Konkret nehme ich hier gern die Styling Meraki von BluMaan, da sie aufgrund ihrer Rezeptur einen sehr starken Halt und Kontrolle bietet, aber gleichzeitig die Haare nicht schwer macht.

Davon verteile ich eine haselnussgroße Menge in meiner Hand und erwärme sie, sodass ich sie dann gut in meinen Haaren verteilen kann. Dabei arbeite ich mich vom Hinterkopf aus nach vorne und von den Haarwurzeln zu den -spitzen vor. Die Ergebnisse sind ähnlich wie Volumenschaum. Weiter geht’s dann mit…

Haarstyling Routine: Haare Föhnen

Quälst du dich noch oder föhnst du schon? Deine Haare richtig zu trocknen, kann dir viel Arbeit abnehmen.

Haarstyling Routine Schritt 2: Richtiges Föhnen

Warum ist Föhnen überhaupt wichtig? Weil es dafür sorgt, dass deine Haare optimal mit Volumen und Halt versorgt werden, bevor die Frisur im letzten Schritt gefestigt wird. Mit dem Föhnen erstellst du also praktisch die Grundlage für deine Frisur. Deine Haare sind in nassem Zustand schwer, weich und flexibel und werden erst durch das Trocknen steifer. Es ergibt also durchaus Sinn, die Haare während des Trocknens in Form zu bringen.

Welchen Föhn du dabei benutzt, ist im Prinzip völlig egal. Ich selbst habe bis vor Kurzem auch noch mit einem günstigen 08/15-Gerät aus dem Elektronikmarkt hantiert, was auch gut funktioniert hat. Dieses Jahr bin ich dann aber auf ein hochpreisiges Gerät von Dyson umgestiegen und habe es nicht bereut. Falls dich meine Rezension dazu interessiert, klicke hier.

Wichtig ist beim Föhnen jedoch immer, dass dein Föhn unterschiedliche Hitze- und Geschwindigkeitseinstellungen und zusätzlich noch einen extra Knopf für einen Kaltluftschub hat.

Ich persönlich föhne immer mit mittlerer Hitze und hoher Geschwindigkeit, weil ich da die beste Kontrolle und das für mich optimale Ergebnis erziele. Wenn es für deine Haare besser ist, kannst du auch mit mehr Hitze und dafür weniger Geschwindigkeit föhnen.

Je nach Haartyp gibt es auch unterschiedliche Bürsten. Für mich ist die Skelettbürste die beste Wahl, da sie sich nicht in meinen dichten Haaren verfitzt und ziept. Wenn du eine extra Portion Volumen in dein Haar bringen willst oder eher dünnes Haar hast, nimmst du am besten eine Rundbürste. Für Leute mit langem und schwerem Haar ist eine breite „Paddle Brush“ eine gute Wahl.

Egal, welche Frisur du haben willst, wichtig ist es, dass du die Haare erstmal entgegen der späteren Styling-Richtung und anschließend erst in Position föhnst. Das sorgt nämlich für Volumen und Halt. Wenn du also z.B. wie ich die Haare nach links stylen willst, kämmst und du sie erstmal nach rechts. Das sorgt dafür, dass sich die Haarwurzeln aufrichten, was dann im Haar für mehr Halt und Volumen sorgt. Dann föhne ich die einzelnen Strähnen in die gewünschte Richtung. Wenn du es auf krasses Volumen in deiner Frisur anlegst, kämmst du die Haare am besten komplett nach vorn und ziehst dir dann mit einer Rundbürste Strähne für Strähne nach oben und hinten. Ein tolles Föhn-Tutorial zu dieser Haarstyling Routine findest du z.B. hier oder auch hier.

Um die Frisur zu sichern, und die Haare abzukühlen und zu festigen, solltest du am Ende nochmal mit kalter Luft drüber föhnen. Und damit ist sie bereit für Schritt 3…

Haarstyling Routine: Clay für starken Halt

Nach dem Pre-Styling ist deine Frisur bereit für massiven Halt und eine starke Textur. Hier kommt Haar Clay ins Spiel…

Das perfekte Finish: der Post-Styler

Wenn du mit dem Ergebnis nach dem Föhnen schon zufrieden bist, oder deine Haare eher fein sind und keine weitere Festigung brauchen, hast du es mit dem Föhnen schon geschafft und kannst dich losmachen. Ansonsten kommt jetzt der Post-Styler ins Spiel. Der gibt deiner Frisur noch die Extra-Portion Halt und Textur und – je nachdem, welchen Effekt du haben willst – ein glänzendes oder mattes Finish.

Mein absoluter Favourite unter den Post-Stylern ist das Cavalier Clay von BluMaan. Es gehört zu den sogenannten Hair Clays, also Haar-Tonerden. Das klingt jetzt so, als würde ich mir Erde in die Haare schmieren. Im Prinzip stimmt das auch. Hair Clays bestehen immer zu einem Teil aus Tonerden, häufig Kaolinerde oder Bentonit. Andere Inhaltsstoffe sind Bienenwachs oder Vaseline, die auch in klassischen Pomaden enthalten sind. Sie klappen für jeden Haartyp und in meinem Blogartikel zu Haar Clays verrate ich dir, warum Haar Clays so geil sind: jetzt lesen.

An dem Clay von BluMaan gefallen mir aber auch besonders die hochwertigen Inhaltsstoffe wie Aminosäuren, Argan-Öl oder Proteine, die deine Haare nicht nur stylen sondern auch pflegen. Anders als klassische Pomaden verleihen Clays der Frisur aber kein glänzendes, sondern ein cooles mattes Finish. Das liegt an der talgabsorbierenden Eigenschaft der Tonerde. Und natürlich gibt das Clay deiner Frisur einen super starken Halt und eine schöne Textur.

Dazu nimmst du erstmal eine etwa haselnussgroße Menge des Clays und verreibst sie in deiner Handfläche. Dann arbeitest du sie von hinten nach vorn und von den Haarwurzeln bis zu den Spitzen in deine Frisur ein.

Das Coole an Hair Clays ist, dass du selbst entscheiden kannst, wie viel du brauchst. Nur eine kleine Menge von der Größe eines 10-Cent-Stückes reicht schon aus, um deiner Frisur einen schönen Halt und sichtbare Textur sowie das matte Finish zu verleihen. Du kannst aber gern, wie ich auch, noch einen (oder zwei oder drei) Schritte weitergehen und deiner Frisur die ultimative Clay-Dröhnung geben: mit krassem Halt, der das Volumen deiner Frisur bis in den nächsten Tag bringt, ordentlich Textur und natürlich das super-matte Finish.

Mit dieser Haarstyling Routine hält meine Frisur den ganzen Tag – im Sommer und im Winter, bei 40°C und in einem Blizzard. Probiere sie doch selber mal aus und schreibe mir in die Kommentare, wie sie für dich funktioniert hat! Und vergiss nicht, dich in meinen Newsletter einzutragen, um keinen Artikel mehr zu verpassen: zum Newsletter.

An alle Haarstyling-Greenhorns…

Deine Frisur hält nicht, obwohl du sie mit Haarwachs einschmierst? Dann darfst du meinen nächsten Artikel nicht verpassen. In diesem verrate ich dir fünf Geheimtipps zum Thema Haarwachs: