In drei Schritten zum Vollbart

Der Vollbart kommt in den letzten Jahren immer stärker in den Trend. Wie könnte es auch anders sein? Er lässt dich älter wirken, strahlt Männlichkeit aus und kaschiert unvorteilhafte Gesichtszüge wie Doppelkinn und Co.

Kurz gesagt: Bärte sehen einfach geil aus und es ist höchste Zeit, dass du dir einen wachsen lässt!

In diesem kurzen Artikel geht es darum, wie das eigentlich funktioniert, und wie du mit den verschiedenen Bedenken umgehst, die dich und deine Gesichtsbehaarung begleiten werden.

 

1. Schritt zum Vollbart: Verbanne deinen Rasierer.

Der erste Schritt auf dem Weg zum Vollbart lautet: Nimm‘ deinen Rasierer oder Trimmer, packe ihn in eine Schublade und tu den Schlüssel am besten an einen Ort, an dem du ihn schwer erreichst.

Klingt das zu einfach? Ist es auch.

Naja, nicht ganz. Den meisten Männern fällt es nämlich ziemlich schwer, auf ihre Rasur zu verzichten.

Das hat verschiedene Gründe: Den einen ist es peinlich, mit einem werdenden Vollbart rumzulaufen. Sie hätten gerne entweder einen vier-Monats-Bart oder eine glatte Rasur, weil alles dazwischen irgendwie nicht so geil aussieht. Manche fürchten den Juckreiz. Und wieder andere haben ein paar Bedenken, was Menschen aus ihrem Umfeld wie Freundin und Arbeitskollegen wohl zu dem neuen Vorhaben sagen…

Dir muss deshalb klar sein, dass ab dem jetzigen Zeitpunkt keine Klinge mehr in die Nähe von deinem Bart kommen darf.

Zwar kannst du die Konturen zwischendurch vorsichtig trimmen, aber es ist sicherer, eine gewisse Zeit in die Wildwuchsphase zu gehen, damit du dir nicht mehr runtertrimmst, als du eigentlich möchtest. Wenn du den Vollbart möchtest, musst du ihn wachsen lassen, da führt kein Weg dran vorbei.

 

2. Schritt: Es ist dein Bart.

Keine Sorge: Bedenken sind am Anfang völlig normal. Niemand möchte dumme Kommentare von Mitmenschen hören, wegen dem Bart ausgelacht oder erniedrigt werden. Ich kann dir aus eigener Erfahrung garantieren, dass sich die negativen Kommentare in Grenzen halten werden. Meistens wird einfach gar nichts passieren.

Sollte trotzdem mal ein dummer Spruch kommen, mache dir klar: Es ist dein Körper, dein Gesicht, dein Bart und deshalb auch deine Entscheidung, wie du aussehen möchtest. Das bedeutet: Wenn du deinen Bart feierst, dann solltest du ihn wachsen lassen. Punkt. Lasse dir nicht von anderen Menschen vorschreiben, wie du zu leben hast.

Menschen aus deinem Umfeld, wie die Freundin, Familie oder Bekannte, werden meistens etwas sagen, wenn man eine deutliche Änderung an deinem Äußeren erkennen kann. Jeder Kommentar, ob positiv oder negativ, ist deshalb nur eine Bestätigung, dass du einen eigenen Style entwickelst und deinen persönlichen Geschmack in die Welt hinaus trägst.

 

3. Schritt: Warten.

Einen Bart wachsen zu lassen, braucht einiges an Geduld, Pflege und Hingabe. Klingt jetzt vielleicht bescheuert, aber es ist so.

Geduld wirst du brauchen, um die anfängliche Phase des Juckreizes durchzustehen – vermutlich die größte Hemmschwelle für die meisten. Laut meiner Erfahrung ist die Juckphase nach einer bis zwei Wochen vorbei, weil dann die Haare lang genug sind, um nicht mit den Enden über deine Gesichtshaut zu kratzen. Manchmal dauert es länger.

Auch bei der Pflege wirst du etwas Geduld benötigen, denn wenn du deinen Bart nicht regelmäßig wäschst, ihn kämmst oder bürstest, dann bekommst du schnell die Quittung in Form von Bartschuppen oder verknoteten Haaren.

Außerdem wird es zwischendurch immer wieder Phasen geben, in denen dein Bart einfach scheiße aussieht. Die meisten Männer (auch ich) haben kahle Stellen mitten im Bart, die sich erst nach einiger Zeit mit Haaren bedecken. Manch anderer hat einen sehr spärlichen Bartwuchs. In den Fällen wirkt der Bart erst voll, wenn die Haare relativ lang sind. Und wenn du einen Schnurrbart über die Oberlippe wachsen lassen möchtest, dann wird das auch nochmal ein paar Wochen lang merkwürdig aussehen.

Du merkst also, dass du einiges an Durchhaltevermögen brauchst, um das Projekt Vollbart zur Vollendung zu bringen. Beherrsche dich also, wenn du überlegst, dein Vorhaben verfrüht abzubrechen. Zweifel sind völlig normal. Es geht nur darum, den Impuls, alles wegzurasieren und damit deine Arbeit zunichte zu machen, zu unterdrücken.

Ich persönlich handhabe das mit einer einfachen Faustregel: Wenn ich daran denke, etwas Großes an meinem Bart zu verändern, gebe ich mir pro Monat Wachstum je einen Tag Bedenkzeit.

Wenn dein Bart also einen Monat alt ist, solltest du mindestens 24 Stunden darüber nachdenken, ob du ihn wirklich runtertrimmen oder gar abrasieren möchtest! Denk dran, dass deine Haare nur sehr langsam wieder nachwachsen. Das bedeutet nicht, dass direkt alles verloren ist, aber überlege dir vorher lieber gut, ob du deine Entscheidung nicht später bereust 😉

Falls du nach diesem Artikel Bock auf mehr Anfänger-Tipps hast, gib‘ dir doch meinen YouTube-Kanal.

Von |2018-03-24T08:48:13+00:0028. Mai 2016|Bartwachstum|3 Kommentare

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Ich bin Kai, YouTuber und stolzer Bartträger seit ich 22 bin!

3 Comments

  1. maikkunze1990 10. Juli 2017 um 13:14 Uhr - Antworten

    Hallo Kai!

    Großartiger Blog, Danke dafür!

    Wie lange hast du deinen Bart wachsen lassen bis du das erste mal zum Barbier gegangen bist und wie war dein Eindruck von der ersten Behandlung?

    • Kai 10. Juli 2017 um 22:40 Uhr - Antworten

      Hi Maik,

      Danke für deinen Kommentar 🙂 Ich war ewig nicht beim Barbier und habe meinen Bart lange Zeit selbst getrimmt (heutzutage größtenteils immer noch). Mein erster Eindruck war echt gut, jedoch muss man wählerisch sein, weil nicht jeder Barbier auch Erfahrung mit Bärten hat.

      Liebe Grüße
      Kai

  2. Peter 14. Februar 2018 um 18:11 Uhr - Antworten

    Und nicht zu vergessen man muss manch dummen Kommentar abprallen lassen können 😉 So nach dem Motto rasier dich mal usw 😀

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