Beard Balm oder Bartöl? Eine Entscheidungshilfe.

Nach längerer Zeit ohne Artikel steigen wir heute in das Thema Beard Balm ein – was das überhaupt ist, worin die Unterschiede zu Bartöl liegen und warum ein Bartbalsam für dich eine sinnvollere Investition darstellen kann als ein Öl.

Was ist ein Beard Balm überhaupt?

Der Hauptunterschied zwischen Bartöl und Beard Balm besteht darin, dass Bartbalsam fest ist. Beard Balm tritt unter verschiedenen Namen auf, die aber alle mehr oder weniger das Gleiche beschreiben: Bartwachs, Bartpomade, Bartbalsam, Beard Butter, Beard Mud. Im Prinzip sind alle diese Wundermittel feste Bartpflegeprodukte auf Wachs- oder Butterbasis. Du wirst in ihnen also als Hauptbestandteile Bienenwachs, Sojawachs, Carnaubawachs oder Lanolin, aber auch Sheabutter, Kakaobutter oder Mangobutter finden. Ergänzt wird dieser Mix häufig durch verschiedene Öle, die auch in Bartöl Verwendung finden. Ob das Produkt nun Beard Balm oder Bartwachs genannt wird, liegt aber häufiger an einer bewussten Entscheidung des Herstellers als an der tatsächlichen Konsistenz oder spürbaren Unterschieden in der Wirkung.

Meistens tun feste Bartpflegeprodukte nämlich mehr oder weniger das Gleiche: sie pflegen deinen Bart und geben mit etwas Glück auch etwas (d.h. nicht super viel) Halt.

Das kann Bartbalsam besser als Bartöl…

Zwar wird der angebliche Halt von Beard Balms häufig beworben (ein Fehler, den auch ich in der Vergangenheit gemacht habe), doch bei den meisten Herstellern ist er nicht wirklich vorhanden. Die Pflegekomponente steht im Vordergrund: Beard Balm hält deinen Bart schön geschmeidig und sorgt dafür, dass du keine Schuppen bekommst und dass du die Barthaare kämmen kannst, ohne dir weh zu tun. Er riecht gut und verleiht einen leichten Glanz. Alle diese Eigenschaften kennst du bereits von deinem Bartöl – also was ist besser?

Ich persönlich finde, dass die Chance höher ist, einen guten Beard Balm zu erwischen als ein gutes Bartöl.

Die Bartpflegeszene erlebt seit zwei Jahren eine absolute Flut an neuen Bartölen, doch nur wenige enthalten Öle wie Jojoba- oder Arganöl. Daher ist beim Großteil der auf dem Markt erhältlichen Bartöle die Pflegeleistung eher mittelmäßig. Bei Balsamen sieht das anders aus, denn die Kombination aus Butter- und Wachskomponenten liefert an sich schon eine überdurchschnittlich gute Leistung in puncto Pflege. Wenn du also nicht beides brauchst und nicht bereit bist, mehr als 20€ zu investieren, wirst du mit einem Balm vermutlich besser bedient sein.

Balsam bietet sich auch für Männer an, die mit Juckreiz zu kämpfen haben, wie ich bereits in diesem Artikel erklärt habe. Wachs besitzt die schöne Eigenschaft, sich als schützende Schicht über deine Haare und ihre Spitzen zu legen, was Juckreiz und das „struppige Gefühl“ reduziert.

Dann ist da noch das Thema Halt, denn eine Handvoll Balsame liefert ihn tatsächlich und deshalb eignen sich manche Balms super dazu, die Barthaare z.B. nach dem Glätten in Form zu halten. Gute Produkte in diesem Bereich sind das Bartwachs von Bartpracht, der Beyer’s Oil Balm oder Quos Ego aus dem Barthelden-Shop.

Zu guter Letzt kann Bartbalsam auch eine etwas andere Textur geben als ein Öl. Das bedeutet, dass deine Haare durch das feste Produkt an Tiefe und Struktur gewinnen, ähnlich wie das bei einem Haarwachs der Fall ist. Im Bestfall sieht dein Bart dadurch dichter aus als er ist.

Fazit

Bartöl ist das ungeschlagene Go-To-Produkt, wenn es um Bartpflege geht, und selten wird hinterfragt, ob es gleichwertige Alternativen gibt. Tatsächlich liefern feste Produkte wie Balsam oder Bartwachs aber eine mindestens so gute Pflegeleistung und besitzen darüber hinaus noch einige Vorteile gegenüber Bartöl. Wie du vermutlich schon gemerkt hast, bin ich ein großer Fan von Beard Balm – deshalb auch dieser Artikel 🙂 Ich persönlich benutze meistens Öl und Balsam in Kombination, da meine Haut schnell zu trocken wird und das Öl schneller zur Wurzel meiner Barthaare durchdringt. Aber wenn ich die Qual der Wahl und ein knappes Budget hätte, würde ich zu Bartbalsam greifen!

Bitte lass gerne dein Feedback da, wie dir dieser Artikel gefallen hat. Welche Produktkategorie nutzt du am liebsten? Welches ist dein Lieblings-Bartbalsam? Ich bin gespannt auf deine Meinung 🙂

Dein Kai

Von | 2018-03-16T20:08:20+00:00 16. März 2018|Bartpflege|2 Kommentare

About the Author:

Ich bin Kai, YouTuber und stolzer Bartträger seit ich 22 bin!

2 Comments

  1. Matze 18. März 2018 um 10:07 Uhr - Antworten

    Hallo Kai, auch ich muss sagen das mir Balsam inzwischen auch sehr gut gefällt! Aber auch ich halte es wie Du und nehme vorweg ein paar Tropfen Öl in den Bart. Gern Kombiniere ich auch Öl und Bartpomade, jedoch muss ich sagen wenn ich Öl vor der Pomade auftrage, ist die festigkeit von der Pomade logischer Weise abgeschwächt, weil sie ja durch das Öl was ich schon drin habe, verdünnt wird. Deswegen warte ich bei Pomade immer einige Minuten ab, damit schon etwas Öl „aufgenommen“ wurde und die Pomade mehr halt bietet 🙂 Ich bin etwas neugierig, wie es sich mit einem Balsam verhalten würde, der eine hohe Festigkeitskomponente bietet…. wäre einen Test wert finde ich 😉 Schöne Grüße aus Erfurt, der Matze

  2. Christian 18. März 2018 um 11:13 Uhr - Antworten

    Hi Kai.
    Cooler Artikel.
    Ich denke, dass Du die Fragen vieler damit beantwortest.

    Ich nehme auch beides in Kombination. Momentan switche ich zwischen dem Flower of Babylon von Sargons Original und dem Gølds Massiv Beardbalm. Das sind meine Favoriten.
    Ich habe für zwischendurch aber auch den Big Red noble Balsam und einen von Scissor Hands.
    Mach weiter so.

    Gruß Chris

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