Bartöl anwenden… wie geht das eigentlich? Bartöl bekommst du in einer immer größeren Vielfalt im Netz und dank Brisk auch im Drogeriemarkt. Es gibt kein Produkt, das von Bartträgern dermaßen gefeiert wird – doch warum eigentlich? In diesem Artikel möchte ich dir eine Antwort auf diese Frage geben und dir zeigen, wie du es korrekt in deinen Bart einarbeitest!

Warum überhaupt Bartöl anwenden?

Wenn du von einer regelmäßigen Rasur auf Bartwuchs umsteigst, dann kann das für deine Haut schon ziemlich anstrengend sein. Wenn du täglich mit einer Klinge durch dein Gesicht fährst, wird die Haut gereizt, denn die Klinge erzeugt kleinste Wunden, die dein Körper schließen muss. Fällt dieser regelmäßige Reiz weg, muss sich das „Ökosystem Gesicht“ umstellen. Doch nicht nur die Rasur fällt weg, auch die Talgproduktion muss sich umstellen, weil die Haut nun gegen Dreck oder Wasser geschützt ist. Abgesehen davon natürlich, dass deine Barthaare in der Anfangsphase mit den Spitzen über deine Haut reiben. Viele Hauttypen reagieren auf diese Veränderungen empfindlich.

Die Folgen sind Juckreiz, eingewachsene Haare oder Schuppen im Bart. Bartöl hilft dir dabei, diese Symptome zu bekämpfen, denn es ist eine natürliche Pflege deiner Barthaare und der darunter liegenden Haut. 

Das Öl legt sich als ein schützender Film um deine Barthaare und die darunterliegende Haut. Durch den Schutzfilm können Haut und Haare nicht so schnell austrocknen, wodurch Schuppen nicht so leicht entstehen können. Auch die Haare selbst bleiben dadurch länger geschmeidig, weshalb der Juckreiz durch die Haarspitzen gemindert wird oder gänzlich wegfällt.

Die meisten Bartöle (bis auf das „Blank Slate“ Bartöl von beardbrand) sind außerdem mit ätherischen Ölen versetzt. Sie verleihen deinem Bart einen angenehmen, unaufdringlichen Duft, z.B. nach Eukalyptus oder Zedernholz.

bartoel-menge

 

Sprechen wir über die Menge…

Da die Anwendung an sich ziemlich easy von der Hand geht, möchte ich noch etwas über die Menge schreiben, die du bei der Anwendung vom Öl benutzen solltest. Auch wenn das Öl eine exzellente Pflege für deine Haut und Haare darstellt, solltest du es nicht übertreiben.

Möchtest du Bartöl anwenden, dann reichen wenige Tropfen schon völlig aus. Nutze immer nur so viel Öl, dass der Bart weich ist, aber nich sichtlich ölig. Eine gute Faustregel ist, nach einer bis zwei Stunden nochmal mit den Händen durch deinen Bart zu fahren. Wenn die Hände glänzen, solltest du beim nächsten Mal weniger nehmen!

Bartöl kann einerseits nämlich Hautirritationen hervorrufen oder verstärken, wenn du zu viel davon benutzt. Andererseits kann es auch passieren, dass Allergien ans Licht treten, von denen du bis jetzt nichts wusstest. Viele Männer reagieren z.B. allergisch auf Zedernholzöl. Also am besten erst wenige Tropfen in den Bart einarbeiten, um auf Nummer sicher zu gehen!

Bei preiswerten Ölen stellt sich der weichmachende Effekt übrigens nach ein paar Stunden meist wieder ein. Du investierst also am besten gleich in ein anständiges Öl (Glaub‘ mir, du wirst mehr davon haben!)

Die Anwendung

Nun das wichtigste: die Anwendung selbst.

Viele Männer machen den Fehler, das Bartöl nur in den Bart selbst einzuarbeiten, was leider das Pflegespektrum des Öls nicht komplett ausnutzt. Wenn du das machst, kannst du häufig deine Barthaare nicht kämmen, weil sie nur an der Spitze geschmeidig sind. Deshalb bitte merken: Bartöl eignet sich als Pflege sowohl für den Bart selbst, als auch für die Haut darunter. Also arbeitest du am besten immer von der Haut über die Haarwurzel zu den Haarspitzen.

Verreibe dazu einfach ein paar Tropfen des Öls zwischen deinen Handflächen und massiere das Öl dann mit gespreizten Fingern in deinen Bart und deine Haut ein. Am besten funktioniert das, wenn du gerade aus der Dusche kommst und die Poren deiner Haut durch das warme Wasser noch geöffnet sind. Du kannst Bartöl deshalb auch gerne in einen leicht feuchten Bart einarbeiten.

Abschließend noch zwei, drei Mal mit den Handflächen die natürliche Richtung der Barthaare nachgehen, Hände abtrocknen – und fertig!

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